Das Parlament wird ab 2027 die Botschaft zum nächsten Ausbauschritt der Bahn beraten und darüber entscheiden, ob die Grimselbahn die erforderlichen finanziellen Mittel zugesprochen erhält, damit das Projekt Grimseltunnel ab 2028 realisiert werden kann.
Mitentscheidend für diesen Entscheid wird auch sein, wie gross die Unterstützung durch breite Kreise für das Projekt sein wird. Die Zeichnung von Partizipationsscheinen hilft stark mit, dem Parlament aufzuzeigen, dass Bevölkerung und Wirtschaft das Projekt zur Realisierung empfehlen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie dazu beitragen, dass das Partizipationskapital von derzeit CHF 234'000 weiter erhöht werden kann.
Einladung zur Zeichnung von Partizipationsscheinen
Zur Sicherstellung der Begleitung der Projektierung der Grimselbahn erhöht die Grimselbahn AG das Partizipationskapital. Interessierte Firmen, Institutionen und Privatpersonen sind zur Zeichnung von Partizipationsscheinen eingeladen.
Das Parlament hat in der Frühlingssession 2024 Mittel für die Projektierung des Grimseltunnels genehmigt. Die Grimselbahn AG hat nun bis 2026 Zeit die erforderlichen Entscheidungsgrundlagen für die Finanzierung der multifunktionalen Kabel-Bahn-Infrastruktur zu erarbeiten. Das Parlament wird über die Finanzierung der Grimselbahn im Rahmen des Ausbauschrittes 2026 der Finanzierung des Ausbaus der Bahninfrastruktur entscheiden – voraussichtlich 2027.
Für die enge Begleitung der Projektierung benötigt die Grimselbahn AG dringend weitere finazielle Mittel. Aus diesem Grund wird das Partizipationskapital erhöht. Frist zur Zeichnung: 31. Juli 2025.
Einladung zur Zeichnung von PartizipationsscheinenDie Grimselbahn hat eine weitere Hürde übersprungen. Im Einverständnis mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) haben die Zentralbahn AG und die Grimselbahn AG vereinbart, dass letztere die Verantwortung für die Projektierung und den Bau des Grimseltunnels übernimmt.
Die Verwaltungsräte der Grimselbahn AG und der Zentralbahn AG haben einen Vertrag unterzeichnet,wonach die Grimselbahn AG als Erstellergesellschaft eingesetzt wird. Somit ist die Grimselbahn AG nach Eisenbahngesetz für die Planung und den Bau des Grimseltunnels bis zur Inbetriebnahme des Tunnels verantwortlich. Das Infrastrukturvorhaben wird nach den Grundsätzen von «Planen und Bauen in Projektallianzen» (SIA 2065) umgesetzt.
Medienmitteilung ErstellergesellschaftDer Grimseltunnel wird einen grossen Beitrag zur Förderung des öffentlichen Verkehrs im Alpenraum leisten. Vordringlich ist dabei auch die Einführung eines Gepäcktransports im Alpenraum.
Reisen im Alpenraum mit dem öffentlichen Verkehr soll gefördert werden. Dazu sollen künftig attraktive Packages mit Unterkunft, ÖV-Tickets und Gepäcktransport angeboten werden. Voraussetzung dafür ist die Einführung eines Transportsystems für Gepäckstücke. Mit dem Grimseltunnel wird es möglich, Koffer innert einem Tag zwischen allen wichtigen Tourismusorten von Hotel zu Hotel zu befördern. Der Gast kann den Reisetag nutzen, um Ausflugsziele zu besuchen. Die Studie zeigt auch auf, dass ein Gepäcktransport unter Einbezug der Lötschberg Bergstrecke bereits im Sommer 2025 eingeführt werden kann.
Der multifunktionale Grimseltunnel findet auch in der Nationalratskommission Gefallen. Allerdings will die nationalrätliche Verkehrskommission das Projekt noch vertieft prüfen, damit sich das Parlament anschliessend auf verlässliche Kosten stützen kann. Zudem will der Nationalrat das Vorhaben in einer Gesamtschau – im Rahmen der Botschaft zum Stand der Ausbauprogramme Bahninfrastruktur und Perspektive 2050 – bewerten und dabei über das weitere Vorgehen befinden.
Der Ständerat fordert vom Bundesrat, die Projektierung des multifunktionalen Grimseltunnels voranzutreiben. Die Landesregierung soll noch 2023 die nötigen Kredite beantragen. Der Ständerat hat eine Motion seiner vorberatenden Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen einstimmig angenommen. Nun muss sich noch der Nationalrat mit der Sache befassen.
Die Grimselbahn hat eine wichtige Hürde genommen: Der Bundesrat hat entscheiden, dass für die Ertüchtigung der Grimselleitung zwischen Innertkirchen und Oberwald eine Kabellösung realisiert wird.
Nach umfangreichen Abklärungen hat der Bundesrat auf Vorschlag einer Begleitgruppe an der Grimsel eine Kabellösung für die Hochspannungsleitung im Sachplan Übertragungsleitungen festgeschrieben. Neben der Variante einer reinen Kabellösung wird als alternative Lösung eine multifunktionale Kabel-Bahn-Infrastruktur aufgeführt. Die Realisierung dieser Variante ist an Bedingungen geknüpft. So muss das Parlament bis 2023 die Mittel für die Projektierung und bis 2026 die Mittel für die Finanzierung der Grimselbahn freigeben. Werden diese Bedingungen erfüllt wird zwingend die Variante mit der Grimselbahn realisiert.
Gegenstand des Objektblatts sind zwei Planungskorridore für den Neubau einer 220 kV (später 380 kV) Leitung zwischen dem Unterwerk Innertkirchen (Kanton Bern) und dem Anbindungspunkt an Leitung Mörel-Airolo in der Gemeinde Obergoms (Kanton Wallis). Vorgesehen werden ein Korridor nur für eine Hochspannungsleitung sowie alternativ ein Korridor für eine Hochspannungsleitung, welche mit einem gegebenenfalls neu zu bauenden Grimselbahntunnel gebündelt werden könnte. Alle Privatpersonen sowie alle Körperschaften des öffentlichen und des privaten Rechts haben die Möglichkeit, sich im Rahmen dieser Anhörung zur geplanten Anpassung des SÜL zu äussern.
Die Grimselbahn AG hat Kantone, Gemeinden und Institutionen eingeladen an der Mitwirkung teilzunehmen und in der Antwort die Position für die Grimselbahn zu übernehmen.Zum Stand des strategischen Entwicklungsprogramms Eisenbauinfrastruktur und der Ausbauprogramme legt der Bundesrat alle vier Jahre einen Bericht vor. Den letzten Bericht hat der Bundesrat im Rahmen der Botschaft zum Ausbauschritt 2035 dem Parlament im Jahr 2018 übergeben. Mit dieser Vorlage erfolgt der nächste Vierjahresbericht zum Stand der Grossprojekte sowie der beiden Ausbauschritte 2025 und 2035. Wo notwendig sind Änderungsanträge der relevanten Bundesbeschlüsse und Verpflichtungskredite enthalten. Zudem aktualisiert der Bundesrat auftragsgemäss die «Langfristperspektive Bahn» von 2012 unter dem Titel «Perspektive BAHN 2050».
Die Grimselbahn AG hat Kantone, Gemeinden und Institutionen eingeladen an der Vernehmlassung teilzunehmen und in der Antwort die Position für die Grimselbahn zu übernehmen.In der bundesrätlichen Botschaft zum Bahn-Ausbauschritt 2035 ist der Grimseltunnel in der zweiten Dringlichkeitsstufe aufgeführt. Demnach stehen die nötigen rund 250 Millionen Franken für den Bahn-Teil des Tunnels derzeit nicht zur Verfügung.
In seiner Botschaft äussert sich der Bundesrat auch zur Bündelung von Infrastrukturen. Er schreibt: «Falls im Rahmen der Erneuerung der bestehenden Hochspannungsleitung am Grimsel eine Erdverkabelung der Leitung weiterverfolgt wird, könnte bei Realisierung der Grimselbahn auch hier eine Bündelung der Infrastrukturen erfolgen.» Das heisst: Sollte nach dem Verfahren «Sachplan Übertragungsleitung» (SÜL) die Erdverkabelung als beste Option hervorgehen, ist der Bahntunnel erneut ein Thema.
Das Grimseltunnel-Komitee wird sich zusammen mit dem breit abgestützten Unterstützungskomitee mit vollen Kräften dafür einsetzen, dass das Parlament den bundesrätlichen Entscheid korrigiert und das zukunftsweisende Projekt mit der Bündelung von Bahn und Strom in der gleichen Infrastruktur in den Ausbauschritt 2035 aufnimmt. Ein Aufschieben des Bahn-Entscheids ist angesichts des hohen Projektnutzens nicht angebracht.
Der Grimseltunnel ist eine einmalige Chance, Hochspannungsleitung und Bahn erstmals in grossem Stil in einer gemeinsamen Infrastruktur zu bündeln. An einer Medienkonferenz am Donnerstag in Bern verlangte das breit abgestützte Grimseltunnel-Komitee, den Bahn-Teil im Ausbauschritt 2030/35 zu berücksichtigen. Damit wird dem bundesrätlichen Auftrag nach mehr Kombi-Projekten Rechnung getragen.
Der Grimseltunnel ist als kombinierte Anlage für Schmalspurbahn und Hochspannungsleitung geplant. Damit der innovative Tunnel gebaut werden kann, muss die Finanzierung des Bahnteils im Bahn-Ausbauschritt 2030/35 zugesichert werden. Dies verlangen das Grimseltunnel-Komitee und rund 40 Stellungnahmen von Kantonen, Verbänden, Gemeinden und Institutionen – im Interesse von Landschaftsschutz, Stromversorgung, Verkehr und Tourismus.
Bahn und Hochspannungsleitung gemeinsam in einer Tunnel-Anlage zwischen Meiringen und Oberwald. Für dieses zukunftsweisende Projekt wurde ein Unterstützungskomitee gegründet, gebildet von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Das Komitee setzt sich ein für die Aufnahme des Bahnteils dieser kombinierten Infrastruktur in den STEP-Ausbauschritt 2030/35 des Bundes.
Verkehrsinfrastrukturen können mit Hochspannungsleitungen kombiniert werden. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des Bundesrats. Demnach sind technische und rechtliche Hürden für eine mehrfache Nutzung von Nationalstrassen oder wichtiger Bahnverbindungen überwindbar.
Synergien zwischen Bahn und Stromversorgung eröffnen neue Chancen für das östliche Berner Oberland und das Walliser Goms: Eine Schmalspurbahn soll ab dem Jahr 2025 Innertkirchen (BE) durch die Grimsel mit Oberwald (VS) verbinden. Gleichzeitig werden im geplanten Tunnel der Grimselbahn Stromleitungen der Netzwerkgesellschaft Swissgrid verlaufen. Mit diesem innovativen Lösungsansatz kann eine einzige Infrastruktur für zwei Systeme genutzt werden.
National- und Ständerat entscheiden in regelmässigen «Strategischen Entwicklungsprogrammen» (STEP) über den Ausbau der Bahninfrastruktur, letztmals 2019. Finanziert werden diese Programme aus dem Bahninfrastrukturfonds (BIF). Dieser Fonds basiert auf Verfassungsbestimmungen zur «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur» (FABI), die Volk und Stände 2014 angenommen haben. Der Grimseltunnel ist in die Studienliste von Projekten aufgenommen worden, die für weitere Ausbauschritte vorbereitet werden.
STEP 2035