Vernehmlassung Bahn-Ausbauschritt 2030/35

Grosse Unterstützung für Grimsel-Tunnel

Der Grimsel-Tunnel ist als kombinierte Anlage für Schmalspurbahn und Hochspannungsleitung geplant. Damit der innovative Tunnel gebaut werden kann, muss die Finanzierung des Bahnteils im Bahn-Ausbauschritt 2030/35 zugesichert werden. Dies verlangen das Grimsel- Tunnel-Komitee und rund 40 Stellungnahmen von Kantonen, Verbänden, Gemeinden und Institutionen – im Interesse von Landschaftsschutz, Stromversorgung, Verkehr und Tourismus.

Der Grimsel-Tunnel – vom Berner Oberland ins Walliser Goms – ist ein aussergewöhnliches, innovatives Projekt: Erstmals wird ein Tunnel derart konzipiert, dass er gemeinsam von einer Bahn und einer Strom-Übertragungsleitung benutzt werden kann. Wie vom Bundesrat angestrebt, werden dadurch Infrastrukturen gebündelt.
Die bestehende 220-Kilovolt-Hochspannungsleitung über die Grimsel muss saniert und ausgebaut werden. Das Bewilligungsverfahren für die Leitung beginnt voraussichtlich 2020, im Hinblick auf einen Baubeginn 2027. Die Grimselbahn mit dem Grimsel-Tunnel schafft die Voraussetzung, dass die heutige Freileitung im geschützten Gebiet (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler BLN) rückgebaut und als Kabel durch den Tunnel geführt werden könnte. Damit diese zukunftsgerichtete Lösung möglich wird, ist der Grimsel-Tunnel zwingend in den Ausbauschritt 2030/35 aufzunehmen, um die Finanzierung des Bahnteils zu sichern. Das verlangt das breit abgestützte Grimsel-Tunnel-Komitee.
Mit der Forderung ist das Komitee nicht allein. In der entsprechenden Vernehmlassung erfährt der Grimsel-Tunnel sehr grosse Unterstützung: Nahezu 40 Stellungnahmen von Kantonen, Verbänden, Gemeinden und Institutionen empfehlen die Aufnahme des Projekts, darunter etwa die Kantone Ob- und Nidwalden, Uri, Bern, Wallis sowie unter andern auch die Stiftung für Landschaftsschutz und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete. Das Hauptargument all dieser Stellungnahmen: Wenn der Grimsel-Tunnel jetzt nicht berücksichtigt wird, ist eine gemeinsame Tunnel-Lösung für Bahn und Hochspannungsleitung nicht mehr möglich. Eine einmalige Chance im Interesse von Landschaftsschutz, Stromversorgungssicherheit, Verkehr und Tourismus wäre endgültig vertan.

Zukunftsgerichtetes Projekt

Die Vorzüge des Grimsel-Tunnels sind bestechend:

  • Die gemeinsame Nutzung durch Bahn und Leitung bringt enorme wirtschaftliche Vorteile.
  • Der 22 Kilometer lange Tunnel schliesst eine Lücke zwischen den Schmalspur-Bahnnetzen nördlich und südlich der Alpen und verbindet touristische Zentren mit attraktiven Angeboten.
  • Die Landschaft wird geschont. An der Grimsel verschwinden alle Freileitungen.
  • Die Erschliessung von Bergregionen wird ganzjährig und unabhängig von Naturgefahren gesichert.
  • In der Region werden Arbeitsplätze geschaffen und die Abwanderung gestoppt.
  • Das Projekt geniesst die volle Unterstützung der Bevölkerung vor Ort.
  • Für lange Verkabelungen von Hochspannungsleitungen ist die Kabeltechnik heute reif.

Das Grimsel-Tunnel-Komitee

Das Grimsel-Tunnel-Komitee engagiert sich für die Realisierung von Grimselbahn und -Tunnel. Dem Komitee gehören 16 Persönlichkeiten aus Politik und Verbänden an, so etwa Vertreterinnen und Vertreter
von kantonalen Regierungen, Nationalrat und Ständerat. Zusätzlich hat sich ein Unterstützungskomitee mit über 200 Personen formiert, darunter Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus Bund und Kantonen sowie weiteren Personen aus Politik, Wirtschaft, Verkehr und Tourismus.

Auskunftspersonen:
– Co-Präsidium Grimsel-Tunnel-Komitee
Frau Barbara Egger-Jenzer, Regierungsrätin Kanton Bern, Tel. 031 633 31 02
Herr Jean-Michel Cina, Alt Staatsrat Kanton Wallis, Tel. 079 224 87 88
– Grimselbahn AG, Peter Teuscher, Verwaltungsratspräsident, Tel. 079 206 07 00